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Deutschstunde.1971 - Druckversion

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Deutschstunde.1971 - Pigy - 08-29-2025

   



Siggi Jepsen (Ich-Erzähler), ein Insasse einer Jugendstrafanstalt, wird gezwungen, einen Aufsatz mit dem Titel „Die Freude an der Pflicht“ zu schreiben. Darin beschreibt Siggi seine Jugend im nationalsozialistischen Deutschland, wo sein Vater, der „nördlichste Polizist Deutschlands“, seine Pflicht erfüllt, auch wenn er seinem alten Jugendfreund, dem expressionistischen Maler Max Nansen, den Beruf entziehen muss, weil die Nazis den Expressionismus als „entartete Kunst“ verboten haben.

Siggi jedoch ist fasziniert von Nansens Gemälden, „den grünen Gesichtern, den mongolischen Augen, diesen deformierten Körpern …“ und schafft es, ohne das Wissen seines Vaters, einige der beschlagnahmten Bilder zu verstecken. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird Jepsen senior für kurze Zeit interniert und später wieder als Polizist in der schleswig-holsteinischen Provinz eingesetzt. Als er daraufhin zwanghaft seine alten Befehle ausführt, bringt Siggi Nansen-Gemälde, die er in Gefahr glaubt, in Sicherheit. Sein Vater kommt dahinter und zeigt ihn pflichtbewusst wegen Kunstraubs an.

Als er während seiner Haft in der Jugendstrafanstalt bei Hamburg gezwungen wird, den Aufsatz „Die Freude an der Pflicht“ zu schreiben, kommen die Erinnerungen an seine Kindheit an die Oberfläche und er geht weit über die „Pflicht“ hinaus, seinen Aufsatz zu schreiben, indem er mehrere Notizbücher mit ätzenden Erinnerungen an diese ganze Saga füllt.