10-15-2024, 10:09 PM
Der promovierte Mathematiker Richard lebt in Trennung von seiner Frau Anke und hat seinen Beruf bei einer Versicherung verloren, seitdem lebt er in den Tag hinein. Bei einem Elterngespräch an der Schule seiner Tochter, an der auch Anke als Lehrerin arbeitet, erfährt er von dem dortigen gravierenden Lehrermangel. Das bringt ihn auf die Idee, sich als Quereinsteiger zu bewerben, und er wird sofort eingestellt. Er erhofft sich dadurch insgeheim auch, Anke wieder zurückzugewinnen. Diese ist von der unerwarteten Überraschung nicht gerade angetan, auch Tochter Isa tut sich schwer damit, dass nun auch noch ihr Vater an ihrer Schule arbeitet.
Das neue Lehrerdasein hat wenig mit Richards gewohnten, grundlagenwissenschaftlich-orientierten Arbeitsabläufen gemein. Nicht alle im Kollegium heißen ihn willkommen, die Schüler fordern Richard sehr mit ihrem Verhalten und Supervisor Pizek lässt ihn vor allem Gartenarbeiten verrichten. Richard gewinnt im Unterricht zunehmend das Vertrauen seiner Schüler, in Filiz erkennt er eine mathematisch äußerst begabte Schülerin, die er zu fördern versucht. Doch Filiz lehnt seine Unterstützung ab und verrät ihm stattdessen, dass Anke etwas mit Sportlehrer Christoph Geiger angefangen hat. Gerade jetzt, da er sich wieder besser mit Anke und Isa verstand. Richard spielt mit dem Gedanken aufzuhören, doch er kehrt wieder in die Klasse zurück und setzt den Unterricht fort.
Beim Tag der offenen Tür an der Schule spricht Richard mit Anke und sagt ihr, das Wichtigste sei doch, der Tochter gute Eltern zu sein. Die beiden umarmen sich, was Geiger eifersüchtig macht. Er bewirft Richard mit einem Basketball und es kommt zu einem Kampf vor den Augen des Landesschulamtbeauftragten Dr. Bach – als Konsequenz wird der Quereinsteiger entlassen. Richard geht zu seinem Supervisor, von dem er eine gute Empfehlung erhält. Als er ihn verlassen möchte, steht das versammelte Kollegium vor der Tür, das hier jedes Jahr mit Pizek feiert. Richard erfährt, dass Kollegium und Schüler einen kurzen Film über den Kampf gedreht und diesen als Schulungsmaterial zur Gewaltprävention darstellt haben, was Dr. Bach beeindruckt habe. Richard habe nichts zu befürchten, er könne sich bei jeder Schule wieder als Lehrer bewerben.
Wenig später steht Richard wieder im Lehrerzimmer der Schule. Er hat sich erneut hier beworben und kehrt in seine alte Klasse zurück, wo er sich um seine Schüler kümmert. Tochter Isa freut sich, ihren Vater wieder an der Schule zu haben, Anke scheint sich mit einer Beziehung zu Geiger nicht mehr ganz sicher zu sein. In der letzten Szene lächeln sich Richard und Anke vor der Schule an.