Der Zweite Weltkrieg, nicht mehr der monströse Aufmarsch auf dem Schlachtfeld, sondern als Schicksal für den Einzelnen in der Zivilbevölkerung: Wie schon Chris Kraus' "Poll" konzentriert sich Achim von Borries ("Was nützt die Liebe in Gedanken") auf das Individuum im Strom geschichtlicher Ereignisse.
Vier Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt ein sowjetischer Hauptmann mit seinem kleinen Spähtrupp ein Kinderheim am Meer, die Männer sind ausgelaugt wie auch die Soldaten der Wehrmacht am Strand, die nicht mehr kämpfen, sondern nur noch nach Dänemark übersetzen und sich den Engländern ergeben wollen. Die "Russen" arrangieren sich mit der Leiterin des Hauses, nur der 13jährige Peter (eine wahre Entdeckung Pawel Wenzel), der sich mit Uniformjacke, Mütze und Gewehr eines toten Wehrmachtssoldaten noch für die verlorene Sache einsetzt, glaubt weiterhin an den Endsieg. Für die Russen ist er nur ein Kind. Genau das will er aber nicht sein.
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