Gerdchen (David Radscheidt), der eigentlich Gerd Kuhlmann heißt, ist wieder einmal an den Baumstamm des Dorfplatzes eines kleinen, idyllischen Weilers Grabow im Havelland gefesselt worden. Denn der Zwölfjährige wird von den Indianer spielenden Gleichaltrigen um den fiesen Seelentröster Marcelli (Danny Lemme) gezwungen, immer wieder in die Rolle der bösen Bleichfratze zu schlüpfen – und so an der Folterstange zu landen. Gerd hat es satt, sein Taschengeld für Eis oder Süßigkeiten zu opfern, um aus der misslichen Lage befreit zu werden. Dafür sorgt nun Opa Krüger, der ins Altenheim geht und deshalb sein geliebtes Pferd Maxe zum Pferdemetzger Klauke (Klaus Manchen) führt. Der betagte Klepper ist zwar nicht gerade ein Traumpferd, könnte Gerdchen aber durchaus in die Rolle des Indianerhäuptlings versetzen. Warum er seine drei Geschwister zum Familienrat bittet: Gabi (Monique Gewe) träumt davon, Kunstreiterin im Zirkus zu werden und ist sofort begeistert von dem Plan, Maxe vor der Deckung zu retten. Auch Nachkomme „Basti“ Bastian (André Lohrmann) ist dafür, während bei Klaus (Alexander Schubert) der Älteste noch überzeugt werden muss: Schließlich soll er sein Jugendweihegeld, das er eigentlich für ein Moped vorgesehen hat, für den Vierbeiner opfern. Gabi weiß, wie sie den großen Bruder umgarnt: Ein Auftritt auf dem Rücken eines Pferdes vor der Disco würde die Mädchen sicher mehr beeindrucken als eines unter vielen knatternden Simson-Zweirädern.
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