The film is based on the novel of the same name --Agostino, written in 1944 by Alberto Moravia. Set in Venice, the film’s opening scene shows a beautiful woman (Ingrid Thulin) and her young son (Paolo Colombo) on vacation. Almost immediately, it becomes clear that the son and the mother are very close. Later in the film this closeness helps us understand why Agostino, who is used to receiving the undivided attention of his mother, feels betrayed when she decides to go out with one of the local gigolos...
Auf seinen Streifzügen über die verlassenen Strände des Lido gerät der Sohn in den Bann einer Gruppe von Herumtreibern pubertierender Jungen, angeführt von einem mysteriösen älteren Mann, dessen Zuneigung zu ihnen... nun ja, sagen wir einfach, die Andeutungen sind alles, und Bologninis verträumt homoerotische Fotografien minderjähriger Körper würden in unserer aufgeklärteren Zeit niemals einer kritischen Prüfung standhalten. Für alle, die den sexuellen Subtext nicht allzu abstoßend finden, ist „Agostino“ ein intelligenter und visuell beeindruckender Film. Seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Venedig sind ebenso atemberaubend wie die späteren Technicolor-Visionen von Visconti und Nicolas Roeg. Wenn ich ihn nicht uneingeschränkt empfehlen kann, liegt das daran, dass Bolognini (anders als beispielsweise Louis Malle im weitaus besseren „Pretty Baby“) sich der Dilemmata, die sein eigener Film aufwirft, nicht ganz bewusst zu sein scheint. In welchem Alter beginnt die menschliche Sexualität? Ab welchem Alter ist es für einen Künstler ethisch vertretbar, sie darzustellen? Solche Fragen drängen sich in „Agostino“ auf. Die Antworten bleiben aus.