Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Mirco Mencacci, einem der begabtesten italienischen Tonmeister der Gegenwart, der blind ist. Ein kleines Dorf in der Toskana, 1971. Mirco ist ein aufgeweckter, lebhafter Zehnjähriger, der Filme liebt – besonders Western und Abenteuerfilme. Sein Vater, ein unverbesserlicher Idealist, ist LKW-Fahrer. Eines Tages, als Mirco mit einem alten Gewehr spielt, löst sich versehentlich ein Schuss; der Junge wird in den Kopf getroffen. Er überlebt, verliert aber sein Augenlicht. Damals galten Blinde in Italien als hoffnungslos behindert und durften keine öffentliche Schule besuchen. Daher sind Mircos Eltern gezwungen, ihren Sohn in einer „Sonderschule für Blinde“ unterzubringen: dem David-Chiossone-Institut in Genua. Anfangs will Mirco sein neues Schicksal nicht akzeptieren. Doch er ist kämpferisch und entschlossen. Als er einen alten Kassettenrekorder und ein paar gebrauchte Tonspulen findet und entdeckt, dass er durch Schneiden und Kleben von Tonbändern kleine Märchen aus lauter Klängen erschaffen kann, eröffnet sich ihm eine völlig neue Welt. Sein neues Abenteuer stößt auf Widerstand bei den religiösen Autoritäten des Internats, die überzeugt sind, dass ein blinder Junge behindert ist und keine Illusionen hegen darf. Doch Mirco gibt nicht auf. Er kämpft mit allen Mitteln und bezieht nach und nach seine Mitschüler mit ein, sodass sie ihre Träume und Fähigkeiten wiederentdecken. Eines Nachts gelingt es ihm schließlich, mit Hilfe des einzigen sehenden Kindes – der Tochter des Pförtners, mit der Mirco eine innige Freundschaft verbindet – die kleine Gruppe Jungen zu überreden, sich aus der Schule zu schleichen und ins Kino um die Ecke zu gehen. Für alle ist es ein berauschendes Erlebnis. Doch die Folgen sind verheerend. Mirco wird der Schule verwiesen. Währenddessen tobt draußen ein größerer Kampf um gesellschaftliche Veränderungen. Die politischen Proteste der 1970er Jahre brechen aus. Studenten gehen auf die Straße. Bei einem seiner früheren Streifzüge hatte Mirco sich mit Ettore angefreundet, einem blinden, politisch engagierten Studenten. Als Ettore von Mircos Rauswurf erfuhr, mobilisierte er die ganze Stadt. Studenten und Arbeiter protestierten vor dem Cassone-Institut und drohten, den Hochofen der Stadt stillzulegen, sollte Mirco nicht wieder aufgenommen werden. Daraufhin wurde gegen den Institutsleiter ermittelt. Schließlich wurde Mirco wieder aufgenommen und erhielt eine Sondergenehmigung: Er durfte die Jahresabschlussaufführung ändern. Anstatt der üblichen religiösen Gedichte führten die Kinder vor einem Publikum aus gebannten, mit verbundenen Augen zugeschalteten Eltern ihr „Märchen in Klang“ auf.
The film is inspired by the true story of Mirco Mencacci, one of the most gifted Italian sound editors working today, who happens to be blind. A small village in Tuscany, 1971. Mirco is a bright, lively 10-year-old, crazy about the movies - especially Westerns and adventure films. His father, an incurable idealist, is a truck driver. One day, while Mirco is playing with an old rifle, the gun accidentally goes off; the boy is shot in the head. He survives, but loses his sight. At that time, Italian law considered blind people hopelessly handicapped, and did not permit them to attend public school. Hence, young Mirco's parents are forced to shut their son up in a "special school for the blind": the David Chiossone Institute in Genoa. In the beginning Mirco does not accept his new condition. But he is feisty and determined. When he finds an old tape recorder and a few used reels and discovers that by cutting and splicing tape he can create little fairy tales made only of sounds, a brand-new world opens up to him. His new adventure is opposed by the religious authorities that run the boarding school, who are convinced that a blind boy is a disabled person who must not be allowed to harbor illusions. But Mirco will not give up. He continues to fight in every way possible, and he slowly involves his classmates, leading them to rediscover their dreams and capacities. Then one night, with the help of the only sighted child - the daughter of the doorkeeper, with whom Mirco shares a tender friendship - he convinces the small group of boys to sneak out of school and go to the cinema down the street. For all of them, the experience is exhilarating. But the consequences are grim. Mirco is expelled. In the meantime, a broader struggle to change society is taking place outside. 1970's political protests are erupting. Students are taking to the streets. During one of his earlier escapades, Mirco had made friends with Ettore, a blind university student with strong political awareness.
Hearing that Mirco has been expelled, Ettore pushes the whole city to mobilize. Students and workers protest in front of the Cassone Institute, threatening to shut down the city's blast furnace if Mirco is not re-admitted. As a consequence, the head of the institute is put under investigation. Mirco is finally re-admitted and granted special permission: to change the year-end show. Instead of reciting the usual religious poems, the children put on a performance of their "fairy tale in sound", before an audience of blind-folded, spellbound parents.